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CED bei Kindern: Antibiotika unter Verdacht

NEU-ISENBURG (otc). Seit längerem wird bei Erwachsenen ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Antibiotika und der Entstehung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) diskutiert.

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Eine Studie legt diesen Zusammenhang jetzt auch bei Kindern nahe (Gut 2011; 60: 49). Forscher hatten bei 578.000 Kindern, die zwischen 1995 und 2003 in Dänemark geboren wurden, alle systemischen Antibiotikaanwendungen untersucht. Während des Beobachtungszeitraums von zehn Jahren erhielten fast 490.000 von ihnen mindestens einmal ein Antibiotikum.

Insgesamt wurde bei 50 Kindern ein Morbus Crohn und bei 67 eine Colitis ulcerosa diagnostiziert. Dabei war die Wahrscheinlichkeit einer CED bei Antibiotika- Anwendern 1,84-mal höher als bei Patienten, die keine Antibiotika bekommen hatten.

Statistisch wurde eine zwölfprozentige Risikoerhöhung für die Diagnose einer CED für jede Antibiotikatherapie errechnet. Am höchsten war das Risiko für die Diagnose einer CED in den ersten drei Monaten nach der Antibiotikatherapie und bei Kindern, die sieben und mehr Zyklen erhalten hatten. Dabei kristallisierten sich besonders Penicilline als Risikofaktoren heraus.

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Kommentare
Dr. Günther Engel 25.08.201114:54 Uhr

Ursache und Wirkung?

Ist CED eine Folge der AB-Gabe oder werden Kinder mit einer Prädisposition für CED (Immunsystem) häufiger krank und benötigen daher auch häufiger Antibiotika?
Geben die Studiendaten über die ursächlichen Zusammenhänge tatsächlich eine Auskunft? (Ich habe, ehrlich gesagt, die Studie nicht gelesen - daher ist das eine ernstgemeinte Frage)

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