Ärzte Zeitung, 30.11.2011

CED: Enzym macht Darmschleimhaut löchrig wie Käse

MÜNCHEN (eb). Wissenschaftler der Technischen Universität München haben jetzt einen bisher unbekannten Wirkungsmechanismus zwischen nützlichen Darmbakterien, genetischer Veranlagung und dem Ausbruch von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) aufgeklärt.

Hauptakteur ist das Bakterium Enterococcus faecalis - ein zumeist nützlicher Bewohner der natürlichen Darmflora (Gastroenterology 2011; 141: 959-971).

Der Keim kann aber CED wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auslösen. Und zwar mittels des von E. faecalis produzierten Enzyms Gelatinase: Bei einer genetischen Anfälligkeit für Darmentzündungen durchlöchert es die Darmschleimhaut und öffnet so Krankheitserregern Tür und Tor.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »