Colitis ulcerosa / Morbus Crohn

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Ärzte Zeitung, 28.09.2012

Crohn&Colitis-Tag

Ein "Tag" im Zeichen der CED

Ein Gesundheitstag, der einen ganzen Monat dauert: Der diesjährige Crohn&Colitis-Tag ruft die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen in Erinnerung. Zu den Aktionen gehören auch Arzt-Patienten-Seminare in ganz Deutschland.

Crohn & Colitis Tag: Ärzte und Patienten tauschen sich aus

KIEL/BERLIN (eb). Die beiden chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betreffen ungefähr 320.000 Menschen in Deutschland.

Betroffene leiden unter Krankheitsschüben mit zum Teil schweren Verläufen, die stark in die Lebensplanung und Lebensführung eingreifen. Welche Ursachen zur Entstehung der Krankheiten führen, ist bislang nicht hinreichend erforscht.

Auch sind die Krankheiten und ihre Verläufe in der Öffentlichkeit noch nicht allgemein bekannt.

Um dies zu ändern, veranstalten das Kompetenznetz Darmerkrankungen und die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e.V. den Crohn&Colitis-Tag vom 14. September bis zum 14. Oktober 2012, heißt es in einer Mitteilung der beiden Organisationen.

Bei den meisten Betroffenen brechen chronisch entzündliche Darmerkrankungen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren - in einer Zeit der aktiven Lebensplanung - zum ersten Mal aus.

Der Darm im Mittelpunkt

Um das Bewusstsein für die beiden chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu schärfen, veranstalten das Kompetenznetz Darmerkrankungen und die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) am 28. September den gemeinsamen Crohn-&Colitis-Tag. Veranstaltungen rund um den Tag finden zum Beispiel statt in:

Magdeburg, 3.10., Präsentation von Selbsthilfegruppen
Hamburg, 05.10., Offener Abend, Asklepios Westklinikum
Oldenburg, 20.10., Arzt-Patienten-Seminar
Münster, 05.11., Arzt-Patienten-Seminar

Krampfartige Bauchschmerzen, Durchfälle und Schwäche sind häufige Erscheinungen der in Schüben verlaufenden Krankheiten.

Aufklärung über Ursachen, Verläufe und Therapien

In schlimmeren Fällen kommen ausgeprägte Bauchschmerzen, Fieber, Entzündungsreaktionen und Blutungen dazu, die zu Arbeitsausfällen, Krankenhausaufenthalten und Operationen führen können.

Die Diagnosen Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa kann für Betroffene starke Einschnitte in die Lebensplanung und Lebensführung bedeuten. Die Krankheiten sind behandel- aber nicht heilbar.

Die Ursachen werden erforscht, aber noch sind nicht alle Zusammenhänge erschlossen.

Dennoch werden die Krankheiten in vielen sozialen Kontexten wie dem Arbeitsumfeld oder Freundeskreis häufig noch tabuisiert, was dazu führt, dass sie in der Öffentlichkeit zum Teil noch nicht allgemein bekannt sind.

Das Kompetenznetz Darmerkrankungen und die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e.V. haben es sich zur Aufgabe gemacht, als Sprachrohr für Betroffene einmal im Jahr den Crohn&Colitis-Tag zu veranstalten und damit die Bekanntheit der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zu steigern.

Unter dem Motto HOCHAKTIV wird in einem Zeitraum von vier Wochen in ganz Deutschland verstärkt durch Aktionstage mit Veranstaltungen und Arzt-Patienten-Seminaren über die Krankheiten, ihre Ursachen, Verläufe und Therapiemöglichkeiten aufgeklärt.

Für viele ein unangenehmes Thema

Die Arzt-Patienten-Seminare werden sowohl allgemein zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) abgehalten als auch zu spezifischen Aspekten wie zum Beispiel CED und Ernährung oder CED und Schwangerschaft.

Niedergelassene Arztpraxen beteiligen sich ebenso daran wie Kliniken und Selbsthilfegruppen. Immer mehr Patienten und Patientinnen machen von diesem Angebot Gebrauch, teilen das Kompetenznetz Darmerkrankungen und die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV mit.

Der Crohn&Colitis-Tag findet dieses Jahr zum 5. Mal statt, mehr als 54 Informationsstände in ganz Deutschland bilden Anlaufstellen für Interessierte. Höhepunkt ist der 28. September 2012 - an diesem Tag finden die meisten Veranstaltungen statt.

"Über Krankheiten des Darms wird oft nicht gerne gesprochen und deswegen verbreiten sich Informationen über die Krankheitsbilder auch nur langsam und unvollständig", wird Professor Ulrich Böcker, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Vivantes Klinikum Neukölln, Berlin, und Beiratsmitglied des Kompetenznetz Darmerkrankungen und der DCCV in der Mitteilung zitiert.

"Mit dem Crohn&Colitis-Tag als Forum für Austausch und Wissensvermittlung erreichen wir immer mehr Menschen, selbst Betroffene und solche, die aus der privaten oder beruflichen Perspektive zum Umfeld der Betroffenen gehören."

Eine Liste aller Aktionen zum Crohn-&-Colitis-Tag auf: www.crohn-colitis-tag.de

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