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Dyspepsie verrät oft Gallensteine

FREIBURG (gwa). Kommen Patienten mit Dyspepsie in die Praxis, bei denen noch keine Gallensteine bekannt sind, lohnt es sich, gezielt danach zu suchen. Denn: Daten einer Pilotstudie belegen, daß fünf von sechs Menschen mit stummen Gallensteinen - also Steinen, die noch keine Kolik ausgelöst haben - doch Beschwerden wie Dyspepsien haben. Als Therapie ist Ursodeoxycholsäure geeignet.

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Stumme Gallensteine werden oft zufällig beim Ultraschall gefunden. Das betrifft etwa 60 bis 80 Prozent der bis zu acht Millionen Menschen in Deutschland, die eine Cholezystolithiasis haben. Bei gezieltem Nachfragen berichten die meisten Betroffenen mit stummen Gallensteinen über gastrointestinale Beschwerden wie Völle- und Druckgefühl im Oberbauch, Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Unverträglichkeit vor allem fetter Speisen oder Blähungen.

Diese Daten einer Pilotstudie hat Professor Dieter Jüngst von der Ludwig-Maximilians-Universität München beim 139. Falk-Symposium in Freiburg vorgestellt. Zunächst wurden 35 Patienten zwischen 29 und 78 Jahren mit Gallensteinen nach gastrointestinalen Symptomen befragt. Fünf Patienten waren beschwerdefrei, 22 hatten leichte bis mäßige dyspeptische Beschwerden, acht schwere Symptome mit ausgeprägter Einschränkung der Lebensqualität.

Alle Patienten erhielten dann für mindestens vier Wochen vor dem Schlafengehen 250 mg Ursodeoxycholsäure - vom Unternehmen etwa als Ursofalk® angeboten - und wurden am Studienende erneut befragt. Bei den Patienten mit Dyspepsie hatten sich die Symptome deutlich gebessert.

Fazit von Jüngst: Patienten mit stummen Gallensteinen haben häufig dyspeptische Symptome. Diese sprechen gut auf eine niedrige Dosis Ursodeoxycholsäure einmal täglich an.

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