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Sodbrennen? Dann ist Endoskopie wichtig

KÖLN (mal). In Deutschland werden viele Patienten trotz anhaltender, oft auch nächtlicher Reflux-Symptome nicht endoskopisch untersucht. Mit Folgen. Denn viele Adenokarzinome werden derzeit erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert, wenn die Patienten etwa durch Dysphagie oder Gewichtsverlust auffallen. Bei konsequenten Endoskopien könnte das anders sein.

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Kollegen um Professor Elfriede Bollschweiler von der Universitätsklinik in Köln weisen jetzt auf diese ungenutzte Chance hin. Sie haben bei 117 Patienten mit Adenokarzinom im Ösophagus Daten erhoben. Unter anderem stellten sie fest, daß 85 Prozent der Patienten schon mehrmals Sodbrennen und/oder saures Aufstoßen bemerkt hatten. 46 Prozent hatten täglich Sodbrennen. 70 Prozent der Patienten mit Reflux-Beschwerden gaben außerdem an, daß diese auch nachts aufgetreten waren.

Trotz der oft häufigen und jahrelang bestehenden Refluxsymptome seien aber nur 62 Prozent dieser Studienteilnehmer vor der Diagnose des Adenokarzinoms ein- oder mehrfach endoskopisch untersucht worden, so Bollschweiler. Die Dauer der Reflux-Beschwerden habe im Median 20 Jahre betragen bei einer Spanne zwischen einem und 50 Jahren.

Die weitere Analyse der Daten ergab: Bei 84 Prozent der Patienten, die wegen Reflux-Symptomen endoskopisch untersucht worden waren, war das Adenokarzinom im günstigen Tumorstadium T1 erkannt worden. Ohne vorangegangene Endoskopie war das nur bei 16 Prozent der Patienten der Fall (Z Gastroenterol 43, 2005, 275).

"Die Prognose ist bei Patienten mit einem T1-Stadium quasi ähnlich wie die der Normalbevölkerung", so Bollschweiler zur "Ärzte Zeitung". So liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei einem T1-Tumor (Tumor infiltriert Lamina Propria oder Submukosa) grob bei 85 Prozent, bei einem T2-Tumor (Tumor infiltriert Muscularis propria) grob bei 50 Prozent und einem bei T3-Tumoren (Tumor infiltriert Adventitia) grob bei nur noch 30 Prozent.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Erst die Diagnose, dann die Therapie!

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