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Kommentar – Arznei-Wirkungen

Studienergebnisse besser erklären!

Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Studien sind notwendig, tragen aber mehr zu Verunsicherung bei, wenn nicht stärker die Aussagekraft der Studien eingeordnet wird.

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Eine britische Studie stellt zwar eine Assoziation zwischen der Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft und Verhaltensstörungen im Kindesalter fest, kann aber absolut keinen kausalen Zusammenhang belegen.

Dass der nun in manchen Medienberichten herbeigeredet wird, zeigt einmal mehr, wie dringend nötig es ist, mehr über Arznei-Wirkungen sowohl auf Schwangere als auch auf die noch Ungeborenen zu erfahren.

Während der Schwangerschaft ist alles ganz anders, auch die Pharmakokinetik von Arzneimitteln. Paracetamol macht da keine Ausnahme. Untersuchungen wie die aktuelle Studie sind zwar notwendig, tragen aber mehr zu Verunsicherung bei, wenn nicht stärker als bisher von den Studienleitern die Aussagekraft der Studien eingeordnet wird.

Dass sich in Deutschland der Berufsverband der Frauenärzte zu den Studienergebnissen äußert und ihre Bedeutung geraderückt, ist sehr zu begrüßen. Vor allem der Hinweis, dass in Deutschland eine Situation, in der rezeptfreie Arzneimittel über längere Zeit eingenommen werden, wegen der Mutterschaftsvorsorge kaum denkbar sei.

Zur Betreuung gehört eben auch, dass das Gespräch über die Anwendung rezeptfreier Mittel wie Paracetamol geführt wird, um einen übermäßigen Gebrauch zu verhindern.

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