Ärzte Zeitung, 13.12.2005

Angststörung: neue Indikation für Escitalopram

FRANKFURT AM MAIN (djb). Das Antidepressivum Escitalopram hat in Studien Depressionssymtome schneller und stärker gelindert als Citalopram. Jetzt ist die Arznei auch bei generalisierter Angststörung zugelassen.

Escitalopram (Cipralex®) ist das pharmakologisch aktive S-Enantiomer des Razemats Citalopram. Es habe ausgeprägte antidepressive und anxiolytische Eigenschaften, sagte Professor Hans-Peter Volz aus Werneck auf einer Veranstaltung des Unternehmens Lundbeck in Frankfurt am Main.

Besonders bei schweren Depressionen sei der selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) stärker antidepressiv wirksam als andere aus dieser Substanzgruppe. Im Vergleich zu Citalopram, das doppelt so hoch dosiert wurde, verminderte das reine S-Enantiomer die depressive Symptomatik schneller und ausgeprägter.

Auch im Vergleich zu Venlafaxin führte Escitalopram bei schweren Depressionen schneller zu einem dauerhaften Ansprechen, so Volz. Die Vorteile seien darauf zurück zu führen, daß Escitalopram über eine starke Affinität am Serotonin-Transporter verfügt, sagte Volz. Dies führe zu einer starken Hemmung der Serotonin-Wiederaufnahme.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »