Ärzte Zeitung App, 02.09.2014

Teilnehmer gesucht

Wer will bei Studie zu sozialer Angst mitmachen?

HEIDELBERG. Ungefähr jeder Zehnte leidet an sozialer Angst. Betroffene haben Probleme, Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Forscher der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg untersuchen in einer Studie, wie sich daskörpereigene Hormon Oxytocin auf die Verarbeitung und Wahrnehmung von Gesichtern bei mehr oder weniger sozial ängstlichen Personen auswirkt.

Dazu suchen sie rechtshändige gesunde Frauen und Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren, die stark oder kaum sozial ängstlich sind. Die Teilnahme an der Studie umfasst neben der klinischen Diagnostik eine Magnetresonanztomographie (MRT), ein Verfahren ohne Strahlenbelastung. Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Soziale Ängstlichkeit erschwert den Aufbau von Beziehungen und kann Beruf und Alltag zur Qual machen: Als besonders bedrohlich empfinden Betroffene vor allem Situationen, in denen sie befürchten, von anderen Menschen beurteilt zu werden. Dazu gehören Vorstellungsrunden, Referate oder die Projektpräsentation vor den Kollegen, aber auch das Ansprechen oder Anrufen fremder Personen.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Oxytocin bei Gesunden Angsterleben und Stresssymptome im zwischenmenschlichen Austausch vermindern kann.

Im Rahmen der MRT-Studie sollen die Wirkmechanismen des körpereigenen Hormons Oxytocin auf die Verarbeitung von Gesichtern genauer untersucht werden. Dabei interessiert die Wissenschaftler insbesondere, welchen Einfluss Oxytocin auf die Gehirnaktivität während des Betrachtens von Gesichtern und auf die Verhaltensantwort auf diese Gesichter hat.

Studienteilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an zwei Terminen und auf Wunsch die MRT-Bilder ihres Gehirns. Die erhobenen Daten werden anonymisiert und streng vertraulich behandelt (eb)

Anmeldung und weitere Infos unter: www.oxytocin-studie.de oder bei Laura Müller, MSc. Psychologin, Tel.: 06221 / 56 36.813; E-Mail: Laura.müller@med.uni-heidelberg.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »