Ärzte Zeitung, 15.01.2004

BUCHTIP

Menschen berichten über bipolare Störungen

Menschen mit bipolaren Erkrankungen beschreiben ihr Leben mit der Krankheit: die ersten Symptome, die Lebenssituationen, in denen sie krank wurden, der lange Weg zur Diagnose, die Besserung durch eine Therapie und die Rückfälle, die bei vielen vorkommen.

Mit 45 Lebensberichten von manisch-depressiven Frauen und Männern und deren Angehörigen gewährt das Buch "Mit gebrochenen Flügeln fliegen" berührende und manchmal intime Einblicke in das Leben von Menschen mit ungewöhnlichen Höhen und Tiefen. Deutlich wird dabei, daß die Krankheitsverläufe sehr unterschiedlich sind - und auch der Umgang mit der Erkrankung: Manche Berichte klagen an, manche sprechen von Resignation, manche auch davon, wie die Krankheit das Leben der Betroffenen bereichert hat.

Das Buch kann Betroffenen Trost spenden und Mut machen, und es kann Angehörigen helfen, Patienten mit bipolarer Erkrankung besser zu verstehen. Lesenswert ist es auch für Ärzte, die sich nicht nur für Diagnose und Therapie, sondern auch für die Patienten-Perspektive interessieren. Das Buch wurde von der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) initiiert. (mut)

Renate Kingma (redaktionelle Leitung): Mit gebrochenen Flügeln fliegen. Menschen berichten über bipolare Störungen. DGBS 2003, 28 Euro, ISBN 3-8330-0662-5.

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