Ärzte Zeitung, 08.01.2004

Charité öffnet Psychiatrie-Archiv

Wie entsteht psychiatrische Versorgung in der Großstadt? Wer war Max de Crinis? Diese und ähnliche Fragen können rund 300 Meter Krankenakten aus 90 Jahren Medizingeschichte an der Klinik für Psychiatrie und Nervenheilkunde der Charité beantworten.

Die Klinik spielte im Nationalsozialismus keine unbedeutende Rolle. Ihr damaliger Leiter Max de Crinis war entscheidend an der Planung und Durchführung des Euthanasie-Programms an über 100 000 psychiatrischen Patienten beteiligt.

Die Charité will nun die Geschichte der Klinik systematisch aufarbeiten. Dazu hat sie die Archive geöffnet und einen Verein zur Geschichte der Psychiatrie an der Berliner Charité gegründet. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »