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Risperidon bringt oft alte Leistungsfähigkeit zurück

HANNOVER (grue). Bipolar Erkrankte haben etwa die Hälfte ihres Lebens psychische Beschwerden mit manischen oder depressiven Symptomen. Mit atypischen Neuroleptika kann eine stabile Remission bei Patienten mit ausgeprägten manischen Phasen erreicht werden. Damit werden die Betroffenen wieder leistungsfähiger.

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Darauf hat Professor Hans-Peter Volz aus Werneck bei einer Veranstaltung von Janssen-Cilag in Antwerpen hingewiesen. Der Psychiater stellte dazu Ergebnisse einer Langzeittherapie mit Risperidon (Risperdal®) vor, das, wie berichtet, seit kurzem auch für Patienten mit bipolarer Störung bei akuter Manie zugelassen ist.

An der Doppelblind-Studie nahmen 291 akut manische Patienten teil, die für drei Wochen 1 bis 6 mg Risperidon täglich oder Placebo erhielten. Wie Volz berichtete, wurden aus der Verum-Gruppe 42 Prozent beschwerdefrei, gemessen an der Young Mania Rating Scale. Mit Placebo gelang das nur bei 12,5 Prozent.

In einer ähnlichen Studie, bei der Risperidon zusammen mit Stimmungsstabilisierern genommen wurde, schnitt die Kombination mit dem Neuroleptikum besser ab als etwa eine Monotherapie mit Lithium. "Nur wenn die Symptome fast vollständig abklingen, erlangen die Patienten wieder ihre gewohnte Leistungsfähigkeit", betonte Volz.

In einer weiteren Studie konnte belegt werden, daß der Therapieerfolg mit Risperidon in Monotherapie bei 74 Prozent der Patienten für mindestens sechs Monate anhält. Volz: "Mit Risperidon haben die Patienten kaum tardive Dyskinesien, nehmen relativ wenig an Gewicht zu und sind nicht müde." Das verbessere die Therapietreue.

Dr. Matthias Dobmeier aus Regensburg wies darauf hin, daß eine zusätzliche Psychotherapie die Rückfallrate weiter verringern könne. Bipolar erkrankte Patienten profitierten besonders von einem Kognitions-Training, das die psychosoziale Funktion im Alltag auch in stabilen Phasen noch weiter verbessere.

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