Direkt zum Inhaltsbereich

Lamotrigin stabilisiert bei bipolarer Störung

HANNOVER (grue). Im Mittel dauert es zehn Jahre bis zur richtigen Diagnose einer bipolaren Störung. Bis dahin werden die Patienten häufig als rezidivierend depressiv oder als schizophren eingeordnet und entsprechend behandelt. Eine Fehlbehandlung kann aber den Krankheitsverlauf verschlechtern. Manisch-depressive Patienten benötigen vor allem eine Therapie mit einem Stimmungsstabilisierer.

Veröffentlicht:

Bipolar erkrankte Patienten sollten in einer akut manischen Phase mit atypischen Neuroleptika und in einer akut depressiven Phase mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) behandelt werden, sagt Dr. Johannes Böhringer aus Bielefeld. Für die Langzeittherapie haben sich Stimmungsstabilisierer bewährt, von denen Lithium der bekannteste ist.

Seit kurzem steht mit Lamotrigin (Elmendos®) ein weiterer Stimmungsstabilisierer zur Verfügung, mit dem sich auch depressive Episoden verhindern lassen. Eine solche Rezidivprophylaxe sei besonders wichtig, weil die Depressionen oft schwerer sind und auch länger anhalten als Manien, so der Psychiater bei einer Veranstaltung des Unternehmens GlaxoSmithKline in Hannover: "Lamotrigin wirkt dabei langfristig stimmungsausgleichend."

Ein Problem bei der Therapie ist oft, daß die Patienten Müdigkeit, kognitive Einbußen und Gewichtszunahme fürchten. Die Compliance sei daher oft schlecht. Solche unerwünschten Wirkungen seien bei einer Therapie mit Lamotrigin jedoch kaum zu erwarten, sagte Böhringer.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen

Virushepatitis im Urlaub

Hepatitis auf Reisen: Wie schützen und wen?

Lesetipps
Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Einzelne Bilder von Lebensmitteln die reich an Histamin sind.

© PhotoSG / stock.adobe.com

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen