Direkt zum Inhaltsbereich

Langzeitstudenten haben oft Probleme mit ihrer Psyche

GÖTTINGEN (dpa). Langzeitstudenten haben überdurchschnittlich oft psychische Probleme. Die psychosozialen Defizite sind einer Studie der Universität Göttingen zufolge bei ihnen ausgeprägter als bei Kommilitonen, die ihr Studium zügig absolvieren.

Veröffentlicht:

Langzeitstudenten hätten einen viel größeren Leidensdruck und nähmen daher auch viel häufiger psychologische Hilfe in Anspruch als andere Studenten, teilte die Hochschule mit. Die Probleme reichten bis hin zur Selbstmordgefährdung.

Psychische Schwierigkeiten könnten die Folge oder die Ursache der langen Studienzeit sein, sagte der Psychologe Dr. Manfred Kuda von der ärztlich-psychologischen Beratungsstelle der Göttinger Hochschule. Wichtig seien Prüfungsangst, Probleme im sozialen Umfeld, eine zusätzliche Berufstätigkeit oder Belastungen im privaten Bereich, wie etwa die Geburt eines Kindes.

"Die Gruppe der Langzeitstudierenden ist genauso wie die Probleme nicht homogen", sagte Kuda. Für die Studie waren 155 Studierende befragt worden, darunter 42 Langzeitstudenten mit 14 oder mehr Hochschulsemestern.

Langzeitstudenten haben demnach auch tendenziell mehr funktionelle Herz- und Kreislaufbeschwerden sowie Sexualstörungen als andere Studenten. Zudem haben sie ein geringeres Selbstwertgefühl, sehen Prüfungen viel pessimistischer entgegen und haben seltener eine konkrete Berufsperspektive. Trotzdem sind ihre Leistungen im Studium aber nicht schlechter als die anderer Studenten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Lesetipps
Eine auswahl frischer, unverarbeiteter Lebensmittel mit antioxidativen Wirkungen.

© bit24 - stock.adobe.com

Medizin aus dem Kochtopf

Wie Ernährung die altersbedingte Makuladegeneration beeinflusst

Cristiano Ronaldo schießt auf das Tor von Manuel Neuer.

© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Matthias Hangst

Fußball-Weltmeisterschaft

WM-Kolumne: Spitzensport schützt – und hinterlässt Spuren