Ärzte Zeitung, 23.06.2004

Kalzium hilft beim Blick ins Gehirn

Neue Methode erleichtert bildliche Darstellung der Nervenaktivität

Transgene Maus auf der Aktivitätskarte des Riechhirns, die nach Geruchsstimulation entstanden ist. Foto: Max-Planck-Institut für medizinische Forschung

HEIDELBERG (ple). Mit einer neuen Methode kann die Aktivität von Nervenzellen im Gehirn viel besser bildlich dargestellt werden als mit der funktionellen Magnetresonanztomographie oder mit der Positronenemissionstomographie.

Wissenschaftler unter anderen am Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg haben die Methode entwickelt, bei der immer dann, wenn Kalzium von einem Protein gebunden wird, ein Fluoreszenz-Signal ausgesendet wird (Public Library of Science (PLoS) Biology, 2/6, 15. Juni). Ein Teil der Signalverarbeitung im Gehirn erfolgt mit Hilfe von Kalzium-Ionen.

Die Forscher haben erstmals Mäuse genetisch so verändert, daß sie in jeder Zelle ihres Gehirns fluoreszierende Proteine zum Nachweis von Kalzium synthetisieren. Weil diese Indikatorproteine stabil synthetisiert werden, kann die Nervenaktivität auch über lange Zeit beobachtet werden.

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