Ärzte Zeitung, 15.11.2004

Studie mit Mycophenolat bei Myasthenia gravis

NEU-ISENBURG (eb). Das Immunsuppressivum Mycophenolat Mofetil wird jetzt in einer Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie bei Patienten mit Myasthenia gravis geprüft. Das hat das Unternehmen Aspreva Pharmaceuticals bekanntgegeben. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr von dem Hersteller Hoffmann-La Roche die Rechte zur Weiterentwicklung und Vermarktung von Mycophenolat bei allen Autoimmunkrankheiten erworben.

Nach Angaben von Professor Marc de Baets aus Maastricht soll mit der Studie geprüft werden, ob mit dem Immunsuppressivum die Dosis oraler Steroide verringert werden kann und ob es verträglicher als andere derzeit verwendete Medikamente ist.

Bei der Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis werden Antikörper gebildet, die die neuronale Kommunikation beeinträchtigen und so Muskellähmungen hervorrufen. Zu den Therapien gehören Cholinesterase-Hemmer, Immunglobulin G, Plasmaaustausch, Thymektomie sowie die Langzeitimmunsuppression.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »