Ärzte Zeitung, 01.12.2004

FUNDSACHE

Gedächtnis mit Rhythmus

Wer etwas vergessen hat, hat es sich vielleicht nur zur falschen Tageszeit gemerkt. Denn der Biorhythmus bestimmt, wie das Gedächtnis funktioniert, hat ein US-amerikanisch-kanadisches Forscherteam um Cynthia May von der Universität in Charleston bei Gedächtnistests mit 84 Probanden entdeckt.

Dabei war der Einfluß der Tageszeit fürs bewußte Merken und fürs unbewußte Einprägen von Zusammenhängen genau gegenläufig, berichtet "bild der wissenschaft" online. Es gibt bekanntlich verschiedene Chronotypen: "Lerchen" etwa sind morgens sehr fit, "Eulen" kommen erst nachmittags oder abends auf Touren.

Der zirkadiane Rhythmus beeinflußt auch das Gedächtnis: Auf dem Höhepunkt der Tagesform konnten sich die Probanden - zur Hälfte Lerchen, zur Hälfte Eulen - sehr gut bewußt Dinge merken. Das automatische Erinnerungsvermögen dagegen war schlecht. Im Tagestief war die Gedächtnisleistung genau umgekehrt. (ug)

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