Ärzte Zeitung, 25.01.2005

Männerhirne ticken anders als Frauenhirne

IRVINE (ddp). Die Gehirne von Männern und Frauen nutzen unterschiedliche Strategien, um eine gleich hohe Intelligenz zu erreichen. Das schließen amerikanische Forscher aus einer Studie mit Magnetresonanztomographie, in der sie die Aktivitätszentren von Männern und Frauen mit gleichem Intelligenzquotienten analysiert hatten.

Dr. Richard Haier von der Universität von Kalifornien in Irvine und seine Kollegen beschreiben ihre Untersuchung in der Zeitschrift "NeuroImage" (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1016/j.neuroimage.2004.11.019). Demnach erreichen Männer und Frauen die gleichen Intelligenz-Werte durch Aktivierung unterschiedlicher Gehirnareale.

In männlichen Gehirnen war bei Untersuchungen siebenmal mehr graue Substanz aktiv als bei Frauen. Umgekehrt war bei Frauen im Vergleich zu Männern zehnmal mehr weiße Gehirnsubstanz aktiv.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »