Direkt zum Inhaltsbereich

Cabergolin wirkt langfristig bei unruhigen Beinen

MARBURG (mut). Der Dopamin-Agonist Cabergolin kann die Symptome beim Restless-legs-Syndrom (RLS) gut und langfristig lindern. In einer Studie verschwanden nächtliche Symptome nach einem Jahr Therapie bei etwa der Hälfte der Patienten.

Veröffentlicht:

In der Studie der Arbeitsgruppe von Professor Wolfgang H. Oertel aus Marburg erhielten 84 Patienten zunächst fünf Wochen lang entweder Placebo oder Cabergolin in Dosierungen von 0,5 bis 2 mg täglich. Zu Beginn der Studie hatten die Patienten nachts auf einer 11-Punkte-RLS-Symptomskala im Schnitt einen Wert von 6,5 Punkten.

10 Punkte entsprechen sehr schweren Symptomen, kein Punkt entspricht symptomfrei. Nach fünf Wochen Therapie gingen die Symptome nachts mit Placebo um 1,4 Punkte zurück, mit 0,5 mg Cabergolin um 4,2 Punkte und mit 2 mg Cabergolin um 4,8 Punkte (Neurology 63, 2004, 2272).

Nach der fünfwöchigen Doppel-Blind-Phase konnten die Patienten in einer offenen Phase für weitere 47 Wochen an der Studie teilnehmen. Alle erhielten Cabergolin in einer individuell angepaßten Dosierung. Nach insgesamt einem Jahr Therapie waren die Symptome im Schnitt um 5,6 Punkte auf 0,7 Punkte zurückgegangen. Der Anteil der Patienten, die nachts komplett symptomfrei waren, lag bei knapp 50 Prozent.

Insgesamt elf Patienten (12 Prozent) brachen die Studie aufgrund unerwünschter Wirkungen ab. Häufigste unerwünschte Wirkungen waren Übelkeit und Benommenheit. Cabergolin ist derzeit zur Therapie bei Morbus Parkinson zugelassen und als Cabaseril® erhältlich.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Dr_Microbe / stock.adobe.com

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Fünf Jahre orale Therapie mit Risdiplam

Breite Anwendbarkeit bei 5q-assoziierter SMA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hautkrebs

Wie sich das Bräunen im Solarium auf das Melanom-Risiko auswirkt

Lesetipps
Grafik eines übergewichtigen Menschen und einem EKG

© Dr_Microbe/stock.adobe.com

Kardiometabolische Erkrankungen

Adipositas und Vorhofflimmern: Besteht ein direkter Zusammenhang?

Apixaban, ein orales Antikoagulans zur Behandlung und Vorbeugung von Blutgerinnseln sowie zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern.

© Soni's / stock.adobe.com

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?