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Gehäuft ALS bei Fußballprofis

LONDON/TURIN (dpa). Nicht nur US-Soldaten haben, wie vor kurzem berichtet, eine erhöhtes Risiko, amyotrophe Lateralsklerose (ALS) zu bekommen, sondern auch italienische Fußballprofis. Das hat eine Untersuchung der Universität Turin ergeben.

Veröffentlicht:

Dr. Adriano Chiò und Kollegen aus Turin hatten Krankenakten von 7000 italienischen Erst- und Zweitligaprofis aus den Jahren 1970 bis 2001 ausgewertet. Statt der aufgrund epidemiologischer Daten zu erwarteten 0,8 ALS-Patienten pro 7000 Personen fanden sie fünf ehemalige Fußballspieler mit ALS. Über die Ursachen dieses erhöhten Risikos können die Forscher bislang nur spekulieren.

Die Studie wurde jetzt im Fachjournal "Brain" (128, 2005, 472) veröffentlicht und stützt nach einem Bericht des britischen Magazins "New Scientist" (2488, 2005, 16) die zufällige Beobachtung einer Häufung von ALS-Fällen bei italienischen Fußballern. Vor einigen Jahren waren während einer Doping-Untersuchung unter 24 000 Spielern überraschend 33 ALS-Patienten entdeckt worden.

Möglicherweise könnten Kopfverletzungen die auch genetisch bedingte Erkrankung auslösen, so der Londoner Psychiater Dr. Ammar Al-Chalabi im "New Scientist". Auch Dopingmittel oder Toxine seien vielleicht von Bedeutung. Es sei auch möglich, daß ALS-anfällige Menschen eher im Sport zu finden sind.

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