Ärzte Zeitung, 27.05.2005

Eloquenz trotz verminderter Intelligenz

LOS ANGELES (ple). US-Forscher um Dr. Paul Thompson aus Los Angeles haben erstmals bei Patienten mit Williams-Syndrom auf Grundlage von MRT-Messungen ein Bild des Kortex erstellt, auf dem die Dicke der grauen Substanz anhand von Farben erkennbar ist.

Patienten mit Williams-Syndrom haben ein gut ausgeprägtes Sprachzentrum (liegt im roten Bereich). Das wird auf dieser Gehirnkarte deutlich, die aus MRT-Daten angefertigt wurde. Rot bedeutet hohe, blau niedrige Kortex-Dicke. Foto: Paul Thompson

Auf dem Foto sind die Regionen, die bei Patienten dicker sind als bei Gesunden, rot gefärbt, die dünner sind und damit weniger gut entwickelt, blau gefärbt.

Das Williams-Syndrom ist eine Erbkrankheit, die mit Gefäßanomalien (Aortenstenosen) und leichter geistiger Retardierung einhergeht. Die Häufigkeit liegt bei etwa einem von 20 000 Kindern.

Eindrucksvoll ist, daß Kinder mit diesem Syndrom trotz geringer allgemeiner Intelligenz erstaunliche Sprachfähigkeiten erlangen und ungewöhnlich lebhafte, auf den Zuhörer zugeschnittene Erzählungen produzieren können.

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