Ärzte Zeitung, 19.12.2006

Der menschliche Geruchssinn wird unterschätzt

LONDON (dpa). Menschen können Duftspuren in der freien Natur verfolgen und diese Fähigkeit mit Erfolg trainieren. Der menschliche Geruchssinn sei damit deutlich besser als gemeinhin angenommen, berichtet eine Gruppe um Jess Porter von der Universität Berkeley in Kalifornien nun im Journal "Nature Neuroscience".

Mit überraschendem Erfolg hätten die Versuchspersonen in Feldversuchen einer Spur von Schokoladenessenz nachgespürt. Die Probanden sollten eine zehn Meter lange Duftspur über eine Rasenfläche verfolgen.

Dazu wurden ihnen die Augen verbunden, Kopfhörer aufgesetzt und zudem dicke Handschuhe angezogen, damit sie sich allein auf ihren Geruchssinn verlassen mußten. Tatsächlich gelang es 21 von 32 Versuchspersonen auf Anhieb, der Duftspur zu folgen, berichten die Forscher. Angaben zur Konzentration des Duftes machten sie nicht.

Porter und ihre Kollegen zeigten außerdem, daß der Mensch diese Fähigkeit durch Übung noch deutlich verbessern kann: Nach drei Trainingstagen innerhalb von zwei Wochen verdoppelte sich die Geschwindigkeit, mit der die Versuchspersonen der Spur folgten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gröhes Sonnenschein-Politik

Bei der Eröffnung des Ärztetags weiß sich der Gesundheitsminister bei Partnern. Kritik hat Gröhe nur für den Koalitionspartner übrig und freut sich auf ein Wiedersehen beim Ärztetag 2018. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »