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Wer zwei Sprachen spricht, verzögert Demenz

TORONTO (ple). Wer lebenslang zwei Sprachen spricht, tut nicht nur etwas für seine Konversationsfähigkeit. Er kann auch eine mögliche Demenz um Jahre hinausschieben. Das geht aus den vorläufigen Ergebnissen einer kanadischen Studie hervor.

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Seit Langem ist bekannt, dass sich das Gehirn Erwachsener aufgrund seiner neuronalen Plastizität fit halten lässt: Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen lassen sich durch Lernen vermehren und verstärken. Offenbar kann die Fähigkeit, ein Leben lang zwei Sprachen zu sprechen, auch dazu beitragen, das Auftreten erster Symptome einer Demenz um vier Jahre hinauszuschieben.

Diese Erkenntnis hat auch die kanadische Arbeitsgruppe um Professor Ellen Bialystok aus Toronto überrascht (Neuropsychologia 45/2, 2007, 459). Bialystok erforscht schon seit Jahren Demenz-Erkrankungen.

Wie die Forscher jetzt berichten, traten die ersten Demenz-Symptome bei Patienten, die nur eine Sprache konnten, im Mittel mit etwa 71 Jahren auf. Patienten, die zwei Sprachen konnten, hatten erst mit knapp 75,5 Jahren Symptome. An der jetzt veröffentlichten Studie nahmen fast 230 Patienten mit kognitiven Störungen teil. Bei 184 Patienten wurde eine Demenz diagnostiziert, 132 von diesen hatten Morbus Alzheimer.

51 Prozent der Patienten in der Studie konnten zwei Sprachen, die anderen nur eine. Für die Untersuchung wurde die Abnahme des MMSE-Wertes (Mini Mental State Examination) über einen Zeitraum von vier Jahren nach der Diagnose bestimmt.

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