Ärzte Zeitung, 03.05.2007

BUCHTIPP DES TAGES

Burnout für Ärzte und Betroffene

Mancher sagt Psychologen die Eigenschaft nach, Gegenstände zwar wortreich, aber dennoch wenig verständlich zu beschreiben. Auf das Buch von Professor Matthias Burisch "Das Burnout-Syndrom" trifft das nicht zu. Es ist jetzt in der überarbeiteten dritten Auflage erschienen und so gut lesbar, das die Lektüre geradezu zur Unterhaltung wird.

Der Hamburger Psychologe beklagt zwar, dass die Burnout-Forschung seit Langem in einer Sackgasse stecke. Dennoch sei das Ziel des Buches weniger, die wissenschaftliche Seite des Burnout-Syndroms darzustellen. Es solle das Ausgebranntsein selbst erklärt werden. Burisch möchte sein Buch als nützlich für die Alltagspraxis verstanden wissen, aber zugleich Betroffene und wissenschaftlich Interessierte erreichen.

Man muss das Buch nicht von vorne bis hinten durchlesen: Über das detaillierte Inhaltsverzeichnis kann gezielt auf Definitionen und Therapieoptionen des Syndroms zugegriffen werden. Auch persönliche Merkmale, die ein Burnout-Syndrom begünstigen, sowie Auswege aus der Krankheit werden beschrieben. Die Texte sind übersichtlich strukturiert - durch Stichworte und Stichwortgruppen am Seitenrand behält der Leser den Überblick. (ner)

Matthias Burisch: Das Burnout-Syndrom, Springer Berlin, 3. Auflage, 305 Seiten, gebunden, 27,95 Euro, ISBN 978-3-540-23718-1

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »