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Junge entwickelt Hirntumor nach Stammzelltherapie

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TEL-AVIV (ple). Neuronale Stammzellen, die ins Gehirn verpflanzt werden, können nicht nur therapeutisches Potenzial haben: Israelische Pädiater und Neurologen berichten jetzt von einem Jungen mit Ataxia Teleangiectasia, bei dem sich vier Jahre nach der ersten Stammzell-Injektion ins Gehirn in Moskau bis zu einem Zentimeter große benigne Tumorgewebe entwickelt hatten. Die Forscher entdeckten das Gewebe in der Nähe des Stammhirns und im Rückenmark. Aufgrund der zerebellären Ataxie war der Junge auf einen Rollstuhl angewiesen.

Die Arbeitsgruppe um Dr. Gideon Rechavi aus Tel-Aviv konnte mit Hilfe zytogenetischer und molekularbiologischer Methoden belegen, dass die Wucherungen aus Zellen entstanden sind, die von mindestens einem Spender stammten und nicht von dem Jungen selbst (PLoS Medicine 6 / 2, 2009, e1000029). Die Neurochirurgen vermuten, dass die Entwicklung von Tumoren aus neuronalen Stammzellen durch das Hinzufügen von Wachstumsfaktoren bereits in der Kulturschale begünstigt wurde.

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