Ärzte Zeitung, 07.09.2009

Astrozyten fördern das Lernen

Auch Funktion bei Epilepsie und ALS vermutet

MARTINSRIED (eb). Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried konnten zeigen, dass Astrozyten im Gehirn auch fürs Lernen nötig sind. Sie stellten fest, dass Nervenzellen und Astrozyten sich über die Moleküle EphrinA3 und EphrinA4 austauschen und Astrozyten so die Kommunikation zwischen zwei Nervenzellen beeinflussen, indem sie den Botenstoff Glutamat entfernen.

Diese bisher unbekannte Funktion der sternförmigen Astrozyten wirkt sich aufs Lernen aus. Die neuen Erkenntnisse könnten auch in der Grundlagenforschung zu neurodegenerativen Krankheiten wie Epilepsie und Amyotropher Lateralsklerose (ALS) von Bedeutung sein, teilt das Institut mit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »