Ärzte Zeitung, 27.11.2009

Mehr Diagnosen, jedoch nicht mehr psychisch Kranke

BERLIN (mut). Bei immer mehr Menschen wurde in den vergangenen Jahren eine psychische Erkrankung festgestellt, und auch die Zahl der Fehltage durch psychische Erkrankungen hat zugenommen - seit 1995 um etwa 60 Prozent. Darauf hat der DGPPN-Kongresspräsident Professor Frank Schneider hingewiesen.

Allerdings sei nicht davon auszugehen, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten tatsächlich die Prävalenz psychischer Erkrankungen in Deutschland zugenommen habe. Vielmehr habe sich die Diagnostik verbessert, vor allem bei Hausärzten. "Wir schauen heute genauer hin", so Professor Peter Falkai aus Göttingen. Auch die Wirtschaftskrise führe nicht zu mehr Erkrankten, sie könne den Ausbruch einer Erkrankung aber beschleunigen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »