Ärzte Zeitung, 16.05.2014

Pharma

119 neue Wirkstoffe gegen psychische Erkrankungen

WASHINGTON. Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen bilden weltweit einen der größten pharmazeutischen Teilmärkte.

Aktuell entwickeln forschende Pharmaunternehmen 119 neue Wirkstoffe für dieses Anwendungsgebiet. Das berichtet der US-Pharmaverband PhRMA (Pharmaceutical Research and Manufacturers of America) in seinem aktuellen Report "Medicines in Development for Mental Health 2014".

Entwicklungsschwerpunkte sind einer Auswertung klinischer Studienprojekte und FDA-Zulassungsanträge zufolge Schizophrenie mit 36 und Depression mit 29 Kandidaten. Zur Therapie von Suchterkrankungen sind 20 neue Wirkstoffe in Arbeit, zur Behandlung von ADHS und Angststörungen jeweils 15.

Sechs Kandidaten befinden sich in Tests gegen Autismus. Laut PhRMA leidet in den USA einer von vier Erwachsenen an einer psychischen Erkrankung.

Der Verband beruft sich auf Zahlen des National Institute of Mental Health. Demnach summieren sich in den Vereinigten Staaten Lohnausfälle, Behandlungkosten und Arbeitsunfähigkeitsrenten im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen auf jährlich mehr als 317 Milliarden Dollar.Laut PhRMA leidet in den USA einer von vier Erwachsenen an einer psychischen Erkrankung.

Der Verband beruft sich auf Zahlen des National Institute of Mental Health. Demnach summieren sich in den Vereinigten Staaten Lohnausfälle, Behandlungkosten und Arbeitsunfähigkeitsrenten im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen auf jährlich mehr als 317 Milliarden Dollar. (cw)

[16.05.2014, 07:12:33]
Gerhard Leinz 
Einmal krank immer krank..
So ist der Vversorgungsorientierte Ansatz der verbündeten Pharma Industrie und der Krankenkassen. Wenn die die Depressiiven nur versorgt werden, und "gebessert" aber depressiv bleiben, so bleiben den Krankenkassen die Zuwendungen aus dem Gesundheitsfond erhalten. Da lohnt es sich für die Krankenkassen auch die heilungsorientierte Psychotherapie durch Begrenzung der bewilligungsfähigen Leistungen zu schwächen. Das kann die Pharme Industrie nur unterstützen: Die Profite durch die Medikamenteneinnahme bei Depressionen bleiben lebenslänglich erhalten, wenn die Depressionen chronifiziert werden.

Gerhard Leinz - Kiel  zum Beitrag »

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