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Neurologenkongress

Wichtige Impulse für bahnbrechende Therapien erhofft

Neurologische Erkrankungen nehmen in einer älter werdenden Bevölkerung immer mehr zu. Beim größten neuromedizinischen Kongress Europas kommen in München 7000 Fachleute zusammen.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Immer mehr Menschen leiden in der älter werdenden Gesellschaft an neurologischen Krankheiten. Die Zahl dieser Patienten stieg nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) allein in den vergangenen fünf Jahren um 25 Prozent.

Beim größten deutschsprachigen Kongress der Neuromedizin befassen sich von Montag bis Freitag (15. bis 19. September) rund 7000 Fachleute aller neuromedizinischen Fachrichtungen mit den Herausforderungen der Zukunft.

Themen sind unter anderem neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson, Alzheimer, Epilepsien, Kopfschmerz oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Ferner geht es um Ansätze zur Behandlung neurologischer Krankheiten, die noch wenig ergründet sind.

"Wir erwarten uns von diesem Teamwork der Fächer wichtige Impulse für bahnbrechende Therapien gegen Erkrankungen des Gehirns und der Nerven in allen Lebensstufen", sagt Kongresspräsident Dr. Wolfgang Oertel von der Klinik für Neurologie der Universität Marburg.

Neurologisch-psychiatrische Erkrankungen verursachen laut DGN derzeit europaweit rund 800 Milliarden Euro Kosten jährlich und betreffen 80 Millionen Menschen. Sie verursachen mehr Krankheitstage als alle anderen Krankheiten - dennoch gibt es große Defizite in der Versorgung. (dpa/eb)

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