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Epigenetik

Wird beim Nachwuchs transparent, was deren Erzeuger gerne gegessen haben?

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BONN. Der Lebensstil des Vaters beeinflusst die kognitiven Fähigkeiten der Nachkommen – zumindest bei Mäusen. Werden männliche Nager Folsäure-, Methionin- und Vitamin-B12-reich gefüttert, schneiden ihre Nachkommen in Gedächtnistests relativ schlecht ab, berichtet das Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Die Diät beeinflusst demnach epigenetische Muster des Erbguts und diese Umprogrammierung überträgt sich teilweise über die Spermien auf die nächste Generation (Mol Psychiatry 2017; online 4. April).

"Bereits eine vorübergehende Änderung der väterlichen Diät kann dazu führen, dass die Nachkommen ein vermindertes Lernvermögen entwickeln. Dies zeigte sich insbesondere im Navigationstest. Das räumliche Gedächtnis war beeinträchtigt", wird Dr. Dan Ehninger, Forschungsgruppenleiter am DZNE,Väin der Mitteilung zitiert. Unregelmäßigkeiten gab es auch in den Gehirnen der Tiere: Im Hippocampus reagierten die Nervenverbindungen nur vergleichsweise träge auf elektrische Reize. Ein Hinweis dafür, dass die neuronale Plastizität herabgesetzt war. Passend dazu war auch das Gen "Kcnmb2", das diese Fähigkeit mit beeinflusst, herunter reguliert.

Das Studienergebnis könnte darauf hinweisen, dass die Einnahme hoher Konzentrationen von Methylspender auch beim Menschen – zum Beispiel durch den übermäßigen Konsum von Energy-Drinks oder Folsäure-Tabletten – Nebenwirkungen haben kann, heißt es in der DZNE-Mitteilung. (eb)

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