Ärzte Zeitung, 12.05.2004

CRP-Werte sind bei depressiven Männern oft erhöht

BALTIMORE (mut). Depressive Männer haben häufiger erhöhte Werte von C-reaktivem Protein (CRP) als gesunde Männer. Dies könnte erklären, weshalb Depressive ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse haben, berichten US-Forscher aus Baltimore.

Die Ärzte hatten Daten einer großen Umfrage unter US-Bürgern ausgewertet. Dabei wurden die Prävalenz von Depression und von erhöhten Serum-Werten des Entzündungsmarkers CRP (mehr als 0,2 mg/ml) bei knapp 7000 Personen gemessen. Insgesamt hatten sechs Prozent der Männer und zwölf Prozent der Frauen eine Depression.

Die CRP-Werte waren bei 14 Prozent aller Männer und 27 Prozent aller Frauen erhöht. Bei Männern, die innerhalb eines Jahres eine depressive Phase hatten, war die Rate für erhöhte CRP-Werte dreimal so hoch wie bei Männern ohne Depression. Bei Frauen war diese Rate nicht erhöht.

Bei den Ergebnissen wurden Faktoren wie Alter, Cholesterinwerte, Diabetes, Blutdruck und Rauchen berücksichtigt (Arch Intern Med 164, 2004, 1011).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen von Tag 1 und 2 des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »