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Neues Antidepressivum wirkt auch gegen Schmerzen

MÜNCHEN (sto). Etwa 70 Prozent der depressiven Patienten nennen beim Arzt ausschließlich körperliche Beschwerden. Oft werde über Schmerzen in Kopf, Bauch oder Brust oder über Verspannungen berichtet, so Professor Gerd Laux vom Bezirksklinikum Gabersee.

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Eine rasche Abnahme der körperlichen Symptome kann offenbar die komplette Remission einer Depression begünstigen, berichtete der Neurologe bei einer Veranstaltung von Boehringer Ingelheim und Lilly in München. So sei die Remissionsrate depressiver Patienten, die auf eine Schmerzbehandlung ansprechen, doppelt so hoch wie für Patienten, die nicht darauf ansprechen.

Wichtig bei der Verarbeitung von Schmerzen und bei depressiven Symptomen sind die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin. Das in der klinischen Prüfung befindliche Antidepressivum Duloxetin beeinflußt als selektiver Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer beide Neurotransmitter, erklärte Laux. Die Bindungsaffinität von Duloxetin zu Rezeptoren, die die serotonerge und die noradrenerge Wiederaufnahmehemmung vermitteln, sei gleich stark.

Mit Duloxetin können sowohl die psychischen Symptome als auch die körperlichen Beschwerden (besonders Schmerzen) gebessert werden, sagte Laux. Die damit in Studien erzielten Remissionsraten von 56 Prozent bezeichnete er im Vergleich zu den bisher verfügbaren Therapien als ein sehr gutes Ergebnis.

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