Ärzte Zeitung, 25.11.2005

Leichte Depression macht Menschen offenbar feinfühliger

Menschen mit einer leichten Depression sind empfänglicher für den Gefühlszustand anderer als nicht Depressive. Zu diesem Ergebnis gelangen Psychologen um Kate Harkness von der Queens-Universität in Kingston.

Bisher gingen Forscher eher vom Gegenteil aus, da Depressionen etwa mit einer Reihe von sozialen Problemen verbunden sind. Über ihre Studie berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Cognition & Emotion" (19, 2005, 999).

In der Studie zeigten die Forscher 124 Probanden Fotos von Augen mehrerer Männer und Frauen. Die Freiwilligen sollten den Gefühlszustand der jeweiligen Person wie "glücklich" oder "verlegen" erraten.

Studienteilnehmer mit milden Symptomen einer Depression lagen dabei mit ihrer Einschätzung viel öfter richtig als ihre nicht depressiven Kollegen. (ddp.vwd)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »