Ärzte Zeitung, 22.06.2006

BUCHTIP

Das Rätsel Depression

Immer mehr Menschen erkranken an Depressionen. Etwa 15 Prozent aller Deutschen bekommen mindestens einmal in ihrem Leben eine depressive Störung. Als Ratgeber für Ärzte, Psychologen, Betroffene und Angehörige ist nun der Band "Das Rätsel Depression" in zweiter Auflage erschienen. Die Verfasser sind der Psychiater Professor Ulrich Hegerl und der Psychologe Dr. David Althaus, die dem "Kompetenznetz Depression" angehören, sowie Holger Reiners, ein Betroffener.

In dem detaillierten und reich bebilderten Werk werden die neuesten Ergebnisse der Depressionsforschung und gängige Behandlungsmethoden dargestellt. Im Abschnitt "Diagnose Depression" gibt es Informationen zur Krankheit und zu Krankheitsverläufen. Auch werden die psychologischen und neurobiologischen Ursachen der Depression erklärt.

Im Abschnitt "Die Depression überwinden" geht es um medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapien. Erläutert wird außerdem der Stellenwert alternativer Heilmethoden und wie Angehörige in die Behandlung mit eingebunden werden können. Zusätzlich bekommt die Krankheit ein Gesicht durch den Abschnitt "Depression und Kunst".

In einem weiteren Kapitel geht es um "Suizidalität bei depressiven Erkrankungen". Im Anhang sind Literaturhinweise und nützliche Adressen aufgelistet. Das Buch zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß die Erfahrungs- und Lebenswelt von Betroffenen anschaulich gemacht wird. (skh)

Ulrich Hegerl; David Althaus; Holger Reiners: Das Rätsel Depression - Eine Krankheit wird entschlüsselt. Verlag C. H. Beck oHG, 2. Auflage 2006. 254 Seiten, 19,90 Euro. ISBN 3-406-52899-6

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »