Ärzte Zeitung, 17.04.2008

Depression erhöht die Sterberate nach Herzinfarkt

ST. LOUIS (hub). Bei Patienten nach einem Herzinfarkt lohnt es sich, nach einer Depression zu fahnden. Eine Studie hat erneut bestätigt: Nach einem Myokardinfarkt ist bei Patienten, die eine Depression entwickeln, die Sterberate deutlich höher als bei nicht-depressiven. In der Studie wurden 163 Patienten mit schwerer, 195 mit leichter und 408 ohne Depression über fünf Jahre nach einem Herzinfarkt beobachtet (J Affect Disord online). 106 Patienten starben in dieser Zeit. Dabei war die Sterberate bei den leicht Depressiven um fast 70 Prozent, bei jenen mit schwerer Depression um fast 80 Prozent höher. Deshalb sollte bei Patienten nach Infarkt nach einer Depression geschaut und, falls nötig, therapiert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »