Mittwoch, 17. März 2010
Ärzte Zeitung, 04.02.2009

TV macht Kinder depressiv

Wer als Kind viel fernsieht, wird zudem eher dick

CHICAGO (mut). Ob es am schlechten Programm liegt, weiß keiner - jedenfalls werden Kinder und Jugendliche im späteren Leben umso dicker und depressiver, je mehr sie in jungen Jahren fernsehen. Das legen zumindest die Daten von zwei neuen Studien nahe.

In der einen Studie (Arch Gen Psych. 66, 2009, 181) war die Depressionsrate bei den Teilnehmern am höchsten, die sieben Jahre zuvor am meisten ferngesehen hatten. Video- und Computerspiele hatten auf die Rate dagegen keinen Einfluss. In der anderen Studie waren die Teilnehmer am dicksten, die fünf Jahre zuvor als Schüler am meisten ferngesehen hatten (Int J Behav Nutr 6:7, 2009).

Weitere Top-Meldungen

Exotische Erreger reisen um die Welt

"Rückkehr der Seuchen, regionale Erreger werden zur globalen Bedrohung". Klimawandel und Globalisierung verändern das Krankheitenspektrum, heißt es. Doch es gibt keine Rückkehr der Mikroben - denn die waren nie weg, sagt Dr. Sebastian Dieckmann vom tropenmedizinischen Institut der Charité Berlin. mehr »

Kosten-Nutzen-Bewertung: Experten liefern Blaupause für einen Neustart

Seit fast zwei Jahren doktert das IQWiG an einer Methode für die Kosten-Nutzen-Bewertung. Das Urteil der Wissenschaft ist vernichtend. Drei Spezialisten haben nun die Blaupause für einen Neustart entwickelt. mehr »

Union macht Druck bei Reform für Ärzte

Nicht auf die lange Bank schieben - aus Sicht der Unions-Gesundheits­politiker zeichnet sich bereits heute Regelungsbedarf für die ärztliche Vergütungssystematik ab. Der Koalitionsvertrag verpflichtet das Bundesgesundheitsministerium, die Resultate der Honorarreform zu überprüfen. mehr »