Ärzte Zeitung, 21.12.2009

Risiko für schwere Depression ist leicht zu ermitteln

NEU-ISENBURG (ikr). Welche älteren Menschen ein hohes Risiko für eine schwere Depression haben, lässt sich einer aktuellen Studie zufolge über die Anamnese anhand drei einfacher Parameter klären.

US-Forscher haben mehr als 600 Patienten im Alter über 65 Jahre aus internistischen und Allgemeinarztpraxen bis zu vier Jahre lang einmal jährlich untersucht (Am J Psychiatry 166, 2009, 1375).

33 Studienteilnehmer (fünf Prozent) entwickelten in dieser Zeit eine schwere Depression. Dabei stellte sich heraus, dass Patienten mit leichten depressiven Symptomen, die sich im Alltag durch ihre Mitmenschen nicht ausreichend unterstützt fühlen und zuvor schon mal eine leichte oder schwere Depression hatten, ein besonders hohes Risiko für eine schwere Depression haben.

Aus den Daten haben die Forscher der University of Rochester /NewYork berechnet, dass lediglich fünf Patienten, die die zuvor genannten Kriterien erfüllen, effektiv antidepressiv behandelt werden müssen, um eine schwere Depression zu verhindern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »