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Bayerns Jugend depressiver

Jugendliche in Bayern sind häufiger depressiv als noch vor vier Jahren. Die Gründe sind vielfältig: Veränderte Familienstrukturen und ungesunde Freizeitgewohnheiten.

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Mutlos in Bayern: Die Zahl der Depressionen bei Jugendlichen im Freistaat nimmt offenbar zu.

Mutlos in Bayern: Die Zahl der Depressionen bei Jugendlichen im Freistaat nimmt offenbar zu.

© pojoslaw / fotolia.com

MÜNCHEN (sto). In Bayern leiden nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) etwa 44.000 Kinder und Jugendliche an psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Hyperaktivität oder Ängsten.

Damit seien rund 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die bei der TK versichert sind, betroffen, teilte die Kasse mit Hinweis auf eine aktuelle Auswertung ihrer Daten mit.

Die Zahl der jungen Patienten mit einer psychischen Diagnose sei seit 2007 um 15 Prozent gestiegen.

Mögliche Ursachen seien veränderte Familienstrukturen und schulische Anforderungen, aber auch ungesunde Freizeitgewohnheiten wie ein hoher Medienkonsum, erklärte Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern.

Eltern besser informieren

Um die Kompetenz von Familien hinsichtlich medizinischer Angebote und ärztlicher Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu stärken, hat die TK jetzt eine Broschüre mit dem Titel "Der richtige Arzt für mein Kind" vorgestellt.

"Wir möchten Familien dabei unterstützen, Entscheidungen für ihre Gesundheit gut informiert und auf gleicher Augenhöhe mit dem Arzt zu treffen", sagte Bredl.

In der Broschüre wird unter anderem erläutert, nach welchen Gesichtspunkten man den richtigen Arzt für ein Kind auswählen sollte oder wie man sich auf das Arztgespräch vorbereiten kann.

Ko-Autor der Broschüre ist der ehemalige Ordinarius für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Universität München Professor Hubertus von Voss.

Die Schrift solle ein Beitrag zur Qualitätssicherung der kinder- und jugendärztlichen Arbeit sein, erklärte Voss. Nach seiner Ansicht seien manche Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen bereits zu Modediagnosen geworden, die unnötige Finanzressourcen verschlingen.

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