Ärzte Zeitung online, 26.04.2012

Viele Väter haben eine Art Wochenbettdepression

SYDNEY (dpa). Fast jeder zehnte Vater ist nach der Geburt eines Kindes einer australischen Studie zufolge im Stress, voller Sorgen und sieht oft das Ende des Tunnels nicht mehr.

Die Symptome sind ganz ähnlich wie bei der Wochenbettdepression junger Mütter.

"Wir waren überrascht, dass die Probleme bei Vätern so verbreitet sind wie bei Müttern", sagte die Forschungsdirektorin des Instituts "Parenting Research Centre" in Melbourne, Jan Nicholson, am Donnerstag.

9,7 Prozent der Väter nannten in den ersten zwölf Lebensmonaten ihres Nachwuchses mehrere Stress-Symptome. Bei den Frauen waren es 9,4 Prozent.

Hartnäckig und unerbittlich

"Psychische Probleme können bei Vätern hartnäckig und unerbittlich sein", heißt es in der Studie (DOI: 10.1007/s00127-012-0510-0)

Die Forscher hatten 5000 junge Mütter und 3471 frischgebackene Väter befragt. Nach Angaben von Nicholson wurden Angstzustände beschrieben, viele Sorgen sowie die Gefühle, es nicht zu schaffen und keine Besserung in Sicht zu sehen.

"Unter jungen Vätern ist die Rate derjenigen, die solche Probleme beschreiben, 40 Prozent höher als unter Männern im Allgemeinen", sagte Nicholson.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »