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Posttraumatische Belastungsstörunng

Risikofaktoren identifiziert

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GÖTTINGEN. Psychologen haben herausgefunden, dass bestimmte Denkmuster das Risiko für posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) oder Depressionen nach Extremsituationen erhöhen und damit mögliche Ansatzpunkte für gezielte Trainingsprogramme liefern. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs).

Die Wissenschaftler begleiteten 386 Notfallsanitäter während ihrer Ausbildung und untersuchten, wie diese mit belastenden Ereignissen umgingen (Psychol Med 2016; online 28. Juni). Zu Beginn der Ausbildung beantworteten die Sanitäter ausgewählte Fragebögen zu möglichen Risikofaktoren (darunter Fragen zu früheren psychischen Störungen, traumatischen Situationen und zum Umgang mit belastenden Erfahrungen).

In den folgenden zwei Jahren wurde mit Fragebögen und Interviews alle vier Monate erfasst, welche belastenden Ereignisse die Befragten erlebt hatten und wie sie darauf reagierten. Am Ende der Studie machten die Befragten Angaben zu verschiedenen Aspekten ihres Wohlbefindens. Dazu zählten Anzeichen für Burnout, Anzahl der Arbeitsfehltage, Angaben zu Schlaflosigkeit und Lebensqualität.

Fast alle Personen erlebten während ihrer Ausbildung mindestens eine sehr stark belastende Situation. Im Laufe der zwei Jahre entwickelten 8,6 Prozent der Befragten eine PTBS und 10,6 Prozent eine Depression, heißt es in der DGPs-Mitteilung. Personen, die häufig über belastende Situationen grübelten, waren besonders anfällig dafür, eine PTBS zu entwickeln.

Dabei kam es nicht auf die Anzahl der traumatischen Ereignisse vor und während der Ausbildung an. Für die Vorhersage von Depressionen war der Grad an Selbstvertrauen in die eigene Fähigkeit, mit Belastungen fertig zu werden - die Resilienz einer Person - besonders bedeutsam.

Die Erhebung am Ende der Studie hat ergeben: Obwohl sich die betroffenen Notfallsanitäter fast alle innerhalb von 4 Monaten von ihren Problemen erholten, blieben sie stärker als ihre Kollegen in ihrer Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Auch schliefen sie schlechter und berichteten einen stärkeren Gewichtszuwachs.

Im nächsten Schritt will das Forscherteam untersuchen, ob gefährdete Personen während ihrer Ausbildung besonders unterstützt werden können, um dadurch das Risiko von Depressionen und PTBS zu senken. (eb)

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