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Vorteile für Levetiracetam bei der Epilepsie-Therapie

MANNHEIM (bd). Zur Therapie von Patienten mit neu diagnostizierter fokaler Epilepsie hat sich das Antiepileptikum Levetiracetam in einer Studie als ähnlich wirksam wie Carbamazepin erwiesen. Zugleich war es besser verträglich.

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Darauf hat Professor Christian Elger aus Bonn beim Neurologenkongreß in Mannheim hingewiesen. In die Studie wurden 576 Patienten aufgenommen. Sie waren mindestens 16 Jahre alt und hatten innerhalb eines Jahres wenigstens zwei fokale oder generalisierte tonisch-klonische Anfälle gehabt.

Die Patienten erhielten entweder Carbamazepin als Retardformulierung in einer Dosierung von 400 bis 1200 mg pro Tag oder 1000 bis 3000 mg Levetiracetam (Keppra®) täglich. Primärer Endpunkt der Studie war die Anfallsfreiheit nach einem halben Jahr Therapie, sagte Elger bei der von dem Unternehmen UCB unterstützten Veranstaltung.

Etwa 60 Prozent der Patienten blieben bereits mit der Basisdosierung von 1000 mg Levetiracetam sowie mit 400 mg Carbamazepin anfallsfrei. Durch Erhöhen der Dosis konnte die Zahl der anfallsfreien Patienten nach insgesamt einem Jahr Therapie auf 73 Prozent sowohl mit Levetiracetam als auch mit Carbamazepin gesteigert werden.

Damit sei für Levetiracetam das Kriterium der Nicht-Unterlegenheit im Vergleich zu Carbamazepin erfüllt, sagte Elger. Die beiden Antiepileptika seien praktisch ähnlich gut wirksam. Unter der Therapie mit Levetiracetam gab es jedoch weniger unerwünschte Wirkungen. So setzten in der Carbamazepin-Gruppe 19,2 Prozent der Probanden das Präparat ab im Vergleich zu 14,4 Prozent mit Levetiracetam.

Unerwünschte Ereignisse traten mit Carbamazepin bei 14,1 Prozent der Patienten auf, mit Levetiracetam bei 7,2 Prozent. Er selbst würde aufgrund dieser Studienergebnisse für neu diagnostizierte Epilepsie-Patienten mit fokalen und generalisierten Anfällen Levetiracetam vor Carbamazepin bevorzugen, so Elger.

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