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Nicht-konvulsiver Status epilepticus ist kein Notfall

LEIPZIG (scho). Ein nicht-konvulsiver Status epilepticus ist schwierig zu diagnostizieren. Die Inzidenz ist unklar, da eine hohe Dunkelziffer nicht erkannter Anfälle vermutet wird.

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Ein Leitsymptom für einen nicht-konvulsiven Status epilepticus gibt es nicht, hat Professor Christian Elger von der Klinik für Epileptologie Bonn berichtet. Minussymptome stehen im Vordergrund, sagte Elger bei einer Tagung in Leipzig: So sei das Bewusstsein der Patienten eingeschränkt, wobei das Spektrum von einer Konzentrationsstörung bis zu einem antriebsarmen, verlangsamten Zustand reichen kann. Die Patienten sind durchaus zu leichten Handlungen in der Lage. Der Sprachfluss sei häufig reduziert, das Arbeitsgedächtnis begrenzt, es bestehe jedoch keine globale Amnesie. Ein nicht-konvulsiver Status kann mehrere Stunden anhalten, ohne dass Lebensgefahr bestehe. Eine Diagnose könne daher überlegt und in Ruhe gestellt werden, um dann die Therapie einzuleiten, so Elger. Ein primärer Absence Status oder ein "de novo" Absence Status müssen ausgeschlossen werden.

Gesichert wird die Diagnose durch ein EEG. Aber auch hier sei das Bild außerordentlich variabel. Nicht selten finden sich Delta-Wellen mit steilerem Aufstrich als Abstrich. Ebenso können auch Epilepsie-typische Entladungen wie Spike-Serien, Sharp-Wave-Serien oder Sharp-Slow-Wave-Serien auftreten. Elger wies darauf hin, dass bei älteren Patienten jede unklare Bewusstseinseinschränkung mit EEG untersucht werden solle.

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