Ärzte Zeitung, 11.04.2012

Fieberkrämpfe erhöhen bei Kindern Epilepsiegefahr

LONDON (mut). Kinder mit Fieberkrämpfen haben ein etwa zehnfach erhöhtes Epilepsie-Risiko. Wer es allerdings ohne Anfälle in die Adoleszenz schafft, braucht nach einer Studie Krampfanfälle kaum noch zu fürchten.

Epileptologen aus London haben 220 Kinder mit Fieberkrämpfen über 24 Jahre beobachtet. 181 konnten sie über 20 Jahre nach Studienbeginn noch befragen: 14 (6,7 Prozent) hatten inzwischen eine Epilepsie; die Rate lag damit etwa zehnfach höher als in der Allgemeinbevölkerung.

Davon waren zwölf in den ersten elf Jahren nach dem Fieberanfall erkrankt, nur zwei bekamen noch später Krampfanfälle. Das Epilepsierisiko scheint auch mit der Zahl der Fieberkrämpfe zu korrelieren.

Die höchste Epilepsierate hatten Kinder mit vier oder mehr Fieberkrämpfen (Neurology online).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »