Ärzte Zeitung, 15.05.2006

Gesellschaft für Eßstörungen gegründet

DORTMUND (dpa). Die neugegründete "Deutsche Gesellschaft für Eßstörungen" (DGESS) hat sich in Dortmund erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ziel der wissenschaftlichen Gesellschaft sei vor allem der Transfer von der Forschung in die Praxis, wie die Westfälische Klinik Dortmund mitteilte. "Damit haben wir erstmalig eine bundesweite, wissenschaftlich fundierte und repräsentative Vereinigung zum Thema Eßstörungen", sagte die stellvertretende Vorsitzende Professor Martina de Zwaan von der Universität Erlangen am Rande einer Fachtagung. Sitz der Gesellschaft ist Erlangen.

Fast jede 100. Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren in Deutschland erkranke an Anorexie, hieß es. Bei der Bulimie seien es sogar zwischen zwei und vier Prozent. "In Risikogruppen wie Ballettschülerinnen oder Models, die unter einem hohen Schlankheitsdruck stehen, sind beide Eßstörungen deutlich häufiger zu finden", hat Martina de Zwaan festgestellt. Von Eßsucht seien ein bis vier Prozent der Jugendlichen in Deutschland betroffen.

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