Ärzte Zeitung, 13.04.2005

BUCHTIP

Therapie bei Parkinson

Wer schnell die Therapie-Möglichkeiten bei Morbus Parkinson überblicken will, sich aber vor dicken Wälzern scheut, für den ist die dritte Auflage von "Therapie des idiopathischen Parkinson-Syndroms" sicher sehr nützlich.

Auf knapp 140 Seiten erläutert der Neurologe Professor Wolfgang Jost den aktuellen Stand der Parkinson-Therapie. Ihm ist es gelungen, alle wesentlichen Aspekte der Therapie kurz und prägnant darzustellen und vor allem auch zu bewerten.

So erhalten die Leser Tips, welche der vielen Antiparkinson-Medikamente für welche Patienten noch Mittel der ersten Wahl sind, und welche man nur noch gut eingestellten Patienten weiterverordnen sollte, welche unerwünschten Wirkungen auftreten können und wie gut die Wirksamkeit der Arzneien jeweils durch Studien belegt ist.

Zugleich gibt Jost wertvolle Hinweise, etwa zum Aufdosieren von Medikamenten und zu möglichen Interaktionen. Der Neurologe aus Wiesbaden erwähnt zudem Medikamente, die kurz vor der Zulassung stehen und neue Therapieansätze. Schwerpunkte bilden auch Therapieprobleme, etwa bei fortgeschrittener Erkrankung, sowie autonome Regulationsstörungen. Viele farbige Grafiken, Tabellen und Fotos erleichtern das Lesen. (mut)

Wolfgang Jost: Therapie des idiopathischen Parkinson-Syndroms. 3., neubearbeitete Auflage, Uni-Med Verlag, Bremen 2005. 141 Seiten, 46 Abbildungen, ISBN 3-89599-861-3. Preis: 44,80 Euro.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »