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Kommentar

Kein Fortschritt ohne Fehlschläge

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Wer Neuland erkundet, muss damit rechnen, dass er sich öfter verirrt, dass unvorhersehbare Probleme auftreten, dass vieles schief geht. Das gehört dazu, Fortschritt ist immer mit Risiken verbunden. Besonders gilt dies auch für die Biomedizin. Sie bietet die Chance, Krankheiten zu heilen, wo man bislang nur Symptome lindern kann. Doch der Weg zum Erfolg ist von Fehlschlägen gesäumt.

So ist die Zellersatztherapie bei Parkinson nach ersten viel versprechenden klinischen Studien an unerwarteten Nebenwirkungen gescheitert. Es ist richtig, zurück ins Labor zu gehen und die Fehler zu analysieren, es wäre falsch, die Methode deswegen zu beerdigen.

Die Komplexität biomedizinischer Verfahren geht weit über simple Dosis-Wirkungsbeziehungen einer Arzneitherapie hinaus. Werden überhaupt die richtigen Zellen übertragen? Wie kultiviert und separiert man sie am besten? Mit welcher Methode und wohin soll man sie übertragen?

All diese Fragen lassen sich nicht allein im Labor oder Tierversuch klären. Es sind daher mutige Ärzte nötig und vor allem auch mutige Patienten, die es wagen, einen Schritt weiter zu gehen - wohl wissend um die Risiken.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Gibt es ein Revival der Zelltherapie bei Morbus Parkinson?

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