Ärzte Zeitung, 17.01.2012

Riechstörung kann Frühzeichen für Parkinson sein

NEU-ISENBURG (eb). Bei Riechstörungen sollten Ärzte hellhörig werden: Eine Beeinträchtigung des Geruchssinns ist ein Kardinalsymptom für Morbus Parkinson.

Riechstörungen treten bereits 4 bis 6 Jahre vor motorischen Anzeichen auf, teilt die HNO-Klinik Erlangen mit. Riechtests seien unbelastend, und bei positivem Test sollte der betreffende Patient an einen Neurologen überwiesen werden, rät die Klinik.

Der Test erfolgt mit Sniffin' Sticks. Bei diesem subjektiven Test riechen die Patienten mit verbundenen Augen an speziellen Duftstiften und müssen die Duftstoffe unter anderem benennen oder voneinander unterscheiden.

Eine frühzeitige Therapie kann den Krankheitsverlauf von Morbus Parkinson positiv beeinflussen, dies ist durch klinische Erfahrung und Studien belegt. Umso wichtiger ist eine entsprechende Frühdiagnostik, so die HNO-Klinik.

Dazu gehört auch die Untersuchung des Riechvermögens, denn mehr als 95 Prozent aller Parkinsonkranken haben Riechstörungen. Untersuchende Ärzte sollten bei entsprechenden Anzeichen und Risikofaktoren (zum Beispiel familiäre Betroffenheit) die Diagnose Parkinson in Betracht ziehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

16:10 Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »