Ärzte Zeitung, 19.04.2006

Fördern Viren doch Entwicklung der Multiplen Sklerose?

BOSTON (Rö). Weitere Hinweise dafür, daß Epstein-Barr-Viren an der Entwicklung der Multiplen Sklerose beteiligt sind, haben Wissenschaftler der Harvard-Universität in Boston im US-Staat Massachusetts gefunden.

Ausgewertet wurden dafür die Daten von 42 MS-Kranken aus den Daten von über 100 000 Mitgliedern einer großen amerikanischen Versicherung sowie die Daten von jeweils zwei passenden Kontrollpersonen.

Wichtigstes Ergebnis: Die Arbeitsgruppe um Dr. Gerald N. DeLorenze hat nachgewiesen, daß bei den MS-Patienten im Gegensatz zu den Kontrollpersonen bereits 20 Jahre vor Ausbruch der Krankheit die Antikörpertiter gegen das Kernantigen der Epstein-Barr-Viren erhöht waren und während der folgenden 20 Jahren auch blieben.

Die Studie der Bostoner Wissenschaftler ist online in der Zeitschrift "Archives of Neurology" veröffentlicht worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »