Ärzte Zeitung, 12.04.2007

Antikörper bei MS beeinträchtigen die Therapie nicht

NEU-ISENBURG (eb). Neutralisierende Antikörper gegen Interferon beta-1b bei Patienten mit Multipler Sklerose sind nicht mit einer Verschlechterung der Erkrankung assoziiert.

Das ergab die Auswertung einer Studie mit mehr als 6600 Patienten. Dieses Ergebnis bestärke die Empfehlung, dass Therapie-Entscheidungen darauf begründet sein sollten, wie ein Patient insgesamt auf die Medikation anspricht. Dagegen solle man sich nicht nach "dem tatsächlichen oder möglichen Vorhandensein von neutralisierenden Antikörpern" richten, so Dr. Darlene Jody von Bayer Schering Pharma. Das Unternehmen bietet das Medikament in Deutschland als Betaferon an.

An der Studie haben Patienten aus Europa, Australien und Nordamerika teilgenommen (J Int Med Res 35/2, 2007, 173). Unabhängig vom Ansprechen betrug die Prävalenz hoher Antikörper-Titer bei den australischen Patienten 37 Prozent. In den beiden anderen Gruppen lag der Wert nur bei 28 und 21 Prozent. Dabei wurden lediglich Patienten untersucht, deren Therapie-Ansprechen zuvor als schlecht eingestuft wurde.

Topics
Schlagworte
Multiple Sklerose (707)
Organisationen
Schering (242)
Krankheiten
Multiple Sklerose (1092)
Wirkstoffe
Interferon beta-1b (48)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »