Ärzte Zeitung, 20.01.2012
Zellen aus dem Blut der Nabelschnur in Gliazellen verwandelt
ORLANDO (ple). US-Forscher haben es im Labor geschafft, Stammzellvorläuferzellen aus dem Nabelschnurblut - als multipotente Progenitorzellen bezeichnet - in Oligodendrozyten zu verwandeln.

Blut aus der Nabelschnur: Aufheben.
© Torsten Lorenz / fotolia.com
Diese so entstandenen Gliazellen, die normalerweise im Gehirn in der Nähe von Nervenzellen vorkommen, synthetisierten das Myelinbasische Protein, einen wichtigen Bestandteil der Myelinscheiden von Nervenzellen.
Wie die US-Wissenschaftler um Professor James J. Hickman vom Technik-Zentrum für Nanowissenschaften in Orlando in Florida berichten, waren für die erfolgreiche Verwandlung der Vorläuferzellen genau definierte Kulturbedingungen erforderlich (ACS Chemical Neuroscience 2012; 3: 31-39).
Die für die Differenzierung verwendete Lösung enthielt den Neurotransmitter Noradrenalin. Die Forscher hoffen, solche Zellen eines Tages zur MS-Therapie nutzen zu können.

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