Ärzte Zeitung, 19.04.2013

Venöse Stauungstheorie

Eingriff an Blutgefäßen schadet eher

SAN DIEGO. Eingriffe an den Halsvenen, die vermutete Blutflussblockaden bei MS beseitigen sollen, haben in der bislang strengsten Studie schlechter abgeschnitten als eine Scheintherapie, hieß es auf der Tagung AAN in San Diego.

Demnach ist die zugrunde liegende Venöse Stauungshypothese nicht haltbar, nach der bisher weltweit rund 30.000 Eingriffe vollzogen wurden, auch in Deutschland.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie fordert daher ein Verbot solcher Eingriffe außerhalb von Studien. Die Patienten der aktuellen Untersuchung hatten eine Venoplastie mit Aufweitung der inneren Vena jugularis interna oder der Vena azygos per Ballonkatheter erhalten oder aber eine alleinige Einführung des Katheters. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »